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165,00 € - 810,00 €

Daunenschlafsack

Wer auch in freier Natur ein warmes "Bett" bevorzugt und dabei nicht etliche Kilos an Zusatzgewicht tragen möchte, kommt um einen Daunenschlafsack nicht herum. Das einzigartig leichte Naturmaterial ist in Bezug auf seine Wärmeleistung, sein minimales Eigengewicht und das geringe Packmaß bis heute unerreicht.

Unsere Daunenschlafsäcke von Herstellern wie Valandre, Carinthia oder Exped verbinden dieses exzellente Gewicht zu Wärme Verhältnis mit langlebigen Außenmaterialien, gut durchdachten Schnitten und funktionellen Features. Die hohe Qualität und Nachhaltigkeit der Daune stehen bei all unseren Schlafsackherstellern, zu denen auch Mountain Equipment, Lightwave oder Lowland gehören, an erster Stelle.

Wie aber kann ich die Qualität der Daune erkennen? Welcher Schlafsack ist der Richtige für meine Bedürfnisse? Und was unterscheidet einen Daunenschlafsack von anderen Modellen? Die Antworten auf diese und viele weitere Fragen haben wir hier für dich zusammengestellt.

Welche Vorteile hat ein Daunenschlafsack für mich?

Wie schon in der Einführung erwähnt, gibt es kein künstliches Material, dass das exzellente Verhältnis von Wärmeleistung, Eigengewicht und Packmaß der Daune erreichen kann. Im Klartext bedeutet das: Füllen wir zwei Schlafsäcke jeweils mit der gleichen Menge Daune und Kunstfaser, so ist die Daunenvariante bei gleicher Füllmenge deutlich wärmer und lässt sich zudem kleiner komprimieren. Suchst du also einen Schlafsack, der einen bestimmten Temperaturbereich abdeckt, ist die Daunenvariante stets die leichtere, da weniger Füllung benötigt wird, um die gewünschte Temperatur zu erreichen.

Gerade bei Wanderungen und Alpintouren spielt jedes Gramm im Rucksack eine Rolle, sodass sich mit dem Daunenschlafsack einiges an unnötigem Gewicht sparen lässt. Die feine Struktur der Daune lässt sich sehr stark komprimieren, sodass auch das Packmaß der Daunenschlafsäcke im Verhältnis zu ihrer Wärmeleistung minimal klein ausfällt.

Der einzige natürliche Nachteil einer Daunenfüllung besteht darin, dass sie bei Feuchtigkeit schneller zusammenfällt als ein synthetisches Material und so ihr Isolationsvermögen verliert. Aus diesem Grund bieten viele Hersteller wasserdichte Außenmaterialien bei den Schlafsäcken an oder verwenden imprägnierte Daunen, die der Belastung durch Feuchtigkeit länger standhalten können.

Was sollen mir Angaben wie cuin, Fillpower oder 90/10 sagen?

Diese Angaben dienen dazu, die Qualität der Daunen zu messen und einzuschätzen. Die sogenannte Fillpower (oder auf gut deutsch „Bauschkraft“) gibt an, in welchem Maß die Daunen sich wieder „entfalten“, nachdem sie komprimiert wurden. Dazu wird eine Unze (28 g) Daune in einen Zylinder gegeben und die Daune für 24 Stunden komprimiert. Anschließend wird in der Maßeinheit Kubik Zoll (engl. Cubic Inches - cuin abgekürzt) gemessen, wie stark sich die Daunen nach dieser Kompression wiederaufrichten.

Daraus ergibt sich die grundlegende Richtlinie, dass es sich ab einem Wert von 650 cuin um eine sehr hochwertige Daune handelt. Je höher dieser cuin Wert ist, desto weniger Füllung wird für die Erreichung einer bestimmten Temperaturgrenze des Schlafsacks benötigt. Werte, die darunter liegen, sind jedoch nicht automatisch schlecht. Wer beispielsweise einen Daunenschlafsack für das Gästebett Zuhause oder den Campingurlaub mit dem Auto sucht, muss nicht so sehr auf ein geringes Eigengewicht und minimales Packmaß achten. In diesem Fall bieten auch Schlafsäcke im Bereich 500 bis 600 cuin eine hervorragende Wärmeleistung, die im Vergleich zu höherwertigen Daunen außerdem günstiger ist.

Darüber hinaus sind bei Daunenschlafsäcken in der Regel Angaben wie 90/10- oder 80/20-Daune zu finden. Diese Angabe steht für das Verhältnis von Daunen zu Federn, wobei die vordere Zahl der Daune entspricht. Bei der Angabe 90/10 sind also 90 % Daunen und 10 % Federn in der Füllung enthalten. Je höher der Daunenanteil, desto leichter und hochwertiger ist der Schlafsack. 100 % Daune ist hingegen so gut wie nie zu finden, da der Federanteil die Füllung zum einen stabilisiert und zum anderen den Preis in einem moderaten Rahmen hält.

Worauf muss ich beim Kauf achten?

Welcher Daunenschlafsack für dich der Richtige ist, hängt natürlich davon ab, wofür du ihn in erster Linie einsetzen möchtest. Aber auch Gewicht, Packmaß und die Form des Schlafsacks können in die Entscheidung einfließen. Da es aber vor allem um einen erholsamen, warmen Schlaf geht, steht die Temperatur bei der Entscheidung an erster Stelle.

Die Temperaturbereiche

Ob du zum Base Camp am Mount Everest oder in die Eifel reist, ist schließlich ein himmelweiter Unterschied und stellt andere Herausforderungen an deinen Schlafsack. In der Regel wirst du drei verschiedene Temperaturangaben bei den Produkten finden: Komfort, Limit und Extrem. Die Messmethoden und die daraus erhaltenen Angaben werden mit genormten Puppen durchgeführt.

Grundsätzlich bezieht sich der Komfortbereich auf die Temperatur, die eine genormte Frau in dem Schlafsack aushalten kann, ohne zu frieren. Der Limitbereich ist hingegen die Angabe für den Norm-Mann. Natürlich sind diese Messergebnisse nur eine Orientierung und hängen zusätzlich von weiteren Faktoren wie der Unterlage unter dem Schlafsack, der getragenen Kleidung und anderen Aspekten ab.

Für einen bequemen Schlaf ohne besonders wärmende Kleidung solltest du dich als Frau also am Komfortbereich orientieren. Falls du sehr schnell frierst, entscheide dich lieber für einen Schlafsack, der einen niedrigeren Temperaturbereich abdeckt. Die Herren (und alle anderen, die eher schwitzen als frieren) können den Limitbereich als Orientierungspunkt nehmen.

Der Extremwert gibt schlussendlich nur noch an, bis zu welcher Temperatur eine Zeit lang im Schlafsack ohne lebensbedrohliche Unterkühlung überlebt werden kann – also kein Wert, der etwas mit ruhigem Schlaf zu tun hat.

In jedem Fall nützt der beste Daunenschlafsack wenig, wenn die Isolation zum Boden hin nicht durch eine entsprechende Unterlage gegeben ist. Die Fläche und damit die Füllung, auf der du liegst, wird schließlich stark komprimiert und kann so nicht so viel Wärme speichern wie der restliche Schlafsack. Eine Isomatte oder Schaumstoffmatte ist daher zumindest für die Übernachtung im Zelt oder unter freiem Himmel ein absolutes Muss.

Die richtige Schlafsackform finden

Wer sich noch nicht ausführlicher mit Schlafsäcken beschäftigt hat, wird sich vielleicht wundern, dass es nicht nur "schlafsackförmige" Modelle gibt. In den meisten Fällen wird zwischen Mumien- und Rechteckform unterschieden. Seltener gibt es die Eiförmigen Schlafsäcke, die Merkmale beider Formen aufweisen. Alle Formen haben ihre Vor- und Nachteile, was das Gewicht, das Packmaß und die Wärmeleistung betrifft.

Der Mumienschlafsack ist der Klassiker, der wohl auch jedem zuerst in den Sinn kommt, wenn er an Schlafsäcke denkt. Diese Form ist der Körperform des Menschen nachempfunden und in Bezug auf Wärmeleistung, Gewicht und Packmaß nicht nur beim Daunenschlafsack die optimale Variante. Ergänzt werden die Mumienmodelle durch eine Kapuze, die sich zur besseren Isolierung meist durch einen Kordelzug zuziehen lässt.

Über den Kopf verliert der Mensch einen großen Teil der Körperwärme, weshalb in kalten Nächten gerade dieser Teil besondere Aufmerksamkeit verdient. Manche Schlafsäcke besitzen zudem einen Wärmekragen, der verhindert, dass die Körperwärme über den Hals- und Kopfbereich nach draußen entweicht. Der Nachteil der Mumienform liegt in der eingeschränkten Bewegungsfreiheit. Wer sich nachts gerne hin- und her wälzt und auch seine Beine frei bewegen möchte, könnte sich in einem Mumienschlafsack möglicherweise eingeengt fühlen.

Der rechteckige Deckenschlafsack bietet da schon mehr Beinfreiheit. In den meisten Fällen sind diese Modelle mit einem umlaufenden Reißverschluss ausgestattet, sodass sich der Schlafsack komplett zu einer Decke öffnen lässt. Besonders komfortabel sind dabei die Modelle, bei denen der Kopfbereich mit Kapuze mit einem Reißverschluss oder Knöpfen abgetrennt werden kann. Andernfalls würde beim Einsatz als Decke die eine Hälfte länger ausfallen.

Diese Schlafsackform wird besonders gern bei Hüttentouren, für Übernachtungen in Innenräumen oder beim komfortablen Campingurlaub verwendet. Der breitere Fußraum bringt schließlich nicht nur mehr Bewegungsfreiheit, sondern leider auch ein größeres Gewicht und Packmaß mit sich. Auch die Wärmeisolierung verliert in der Deckenform ein wenig an Leistung, da der Schlafende mehr Luft um sich herum hat, die er zusätzlich erwärmen muss.

Für den Kompromiss aus Bewegungsfreiheit und dennoch einer guten Wärmeleistung wurde schließlich die Eiform kreiert. Dabei ist zwar das Fußende schmal, aber der Schnitt um den Körper herum großzügiger gehalten. Auch Personen, die um den Bauch oder die Schultern mehr Platz und Bewegungsfreiheit wünschen, kann die Eiform eine Lösung darstellen.

Die passende Größe auswählen

Tatsächlich hat auch die Länge und Breite eines Daunenschlafsacks Auswirkungen auf die Wärmeleistung. Ist der Schlafsack zu kurz, passt der Kopf nicht optimal in die Kapuze und verliert dadurch mehr Wärme. Ist der Schlafsack zu eng, wird die Füllung komprimiert und so die Leistung geschmälter. Ist der Schlafsack zu groß oder zu breit, muss die Luft in den überschüssigen Räumen zusätzlich erwärmt werden, wobei sie durch Zirkulation und Kompression immer wieder abgekühlt wird.

Ausgehend von der eigenen Körpergröße sollte demnach ein Model gewählt werden, dass einige wenige Zentimeter mehr an Liegefläche im Inneren bietet. Bei einer Körpergröße von 1,80 m wäre also ein Schlafsack mit einer Liegelänge (nicht Außenlänge!) von etwa 185 cm ausreichend. Dabei gilt grundsätzlich, dass sich ein paar Zentimeter zu viel zum Beispiel dadurch ausgleichen lassen, dass im Fußraum der überschüssige Platz mit Bekleidung ausstopfen lässt.

Wie vertragen sich Daunenschlafsäcke und Nachhaltigkeit?

Daunen sind die feinen und wärmenden Federn in den untersten Schichten des Federkleids von Wasservögeln. Die Gewinnung der Daune war durch den mancherorts praktizierten Lebendrupf stark kritisiert worden und in Verruf geraten. Die Hersteller unserer Schlafsäcke mit Daunenfüllung haben darauf reagiert, indem sie sich strengen Kontrollen unterziehen.

Durch entsprechende Label wie Down Codex, Responsible Down Standard (RDS) oder Global Traceable Down Standard ist seitdem auf einen Blick erkennbar, welcher Hersteller auf tierquälerische Herkunft durch Stopfmast oder Lebendrupf verzichten und ausschließlich Daune aus zertifizierter Produktion verwenden. Diese Label gelten natürlich auch für den Bereich der Daunenbekleidung.

Pflege und Lagerung

Damit die Daunen nicht mit der Zeit an Bauschkraft verlieren, sollten sie nicht zu stark komprimiert gelagert werden. Viele Hersteller bieten daher großzügig geschnittene Lagerungssäcke an, in denen der Schlafsack bequem verstaut werden kann, ohne dass die Daune dabei zusammengedrückt wird. Auch beim Einpacken des Schlafsacks solltest du darauf achten, ihn nicht zu rollen, sondern mit geöffnetem Reißverschluss beim Fußende beginnend in den Packsack stopfen. Dadurch wird die Füllung nicht immer an der gleichen Stelle zusammengedrückt.

Die Wäsche eines Daunenschlafsacks ist relativ einfach, jedoch nimmt die Trocknung viel Zeit in Anspruch (siehe dazu auch unseren Blogartikel über die richtige Wäsche von Outdoor Bekleidung und Ausrüstung). Eine Faustregel besagt, dass der Schlafsack nach etwa 30 Nächten darin gewaschen werden sollte. Um die Daunen nicht zu beschädigen sollte die Wäsche mit einem speziellen Daunenwaschmittel, in jedem Fall aber mit einem Flüssigwaschmittel ohne Bleiche und Weichspüler durchgeführt werden.

Damit die am meisten strapazierte Innenseite gut sauber wird, empfiehlt es sich den Schlafsack auf links zu drehen. Wer keine große Waschmaschine mit einem minimalen Fassungsvermögen von 6 - 7 kg besitzt, kann den Schlafsack auch per Hand in der Badewanne waschen. Dabei sollte er jedoch nicht geknetet oder ausgewrungen werden, da andernfalls die Daunen oder die feinen Innenwände der Kammern beschädigt werden können.

Durch die große Fläche benötigt ein Daunenschlafsack bis zu zwei Wochen Trockenzeit. Dabei sollte er entweder auf kleinster Stufe (maximal 30°) in den Trockner gegeben werden oder liegend auf einem Wäscheständer trocknen. Gelegentlich solltest du ihn dabei aufschütteln, damit die Daune sich wieder entfalten kann. Im Trockner können Tennisbälle diese Aufgabe erfüllen. Erst wenn er völlig durchgetrocknet ist, darf der Daunenschlafsack wieder in seinen Aufbewahrungssack.

Um deinen Daunenschlafsack nicht so häufig waschen zu müssen, kannst du auch ein schützendes Inlett aus Baumwolle, Seide oder Kunstfaser verwenden. Diese Inletts dienen als Schmutz- und Schweißfänger und lassen sich je nach Material bei bis zu 60 Grad auch häufiger waschen.

Fazit

Um den richtigen Daunenschlafsack für dich zu finden, solltest du dir also folgende Fragen stellen:

  • Wie warm muss er sein?
  • Wie viel darf er wiegen?
  • Wie groß darf das Packmaß sein?
  • Ist mir optimale Wärmeleistung oder Bewegungsfreiheit wichtiger?

Mit der richtigen Pflege wirst du schließlich lange Freude an deinem Schlafsack haben und deine Outdoor-Abenteuer dank erholsamer Nächte in vollen Zügen genießen können!

Daunenschlafsäcke

Daunenschlafsäcke sind in ihrem Wärme/Gewichtsverhältnis noch immer ungeschlagen. Im Gegensatz zu einer Kunstfaserfüllung profitiert man - bei gleichem Gewicht und Packmaß - von einem deutlich besseren Isolationsvermögen. Und bei gleicher Wärmeleistung bringt ein Daunenschlafsack spürbar weniger Gewicht auf die Waage als seine synthetisch gefütterten Kollegen.

Effektiver Kälteschutz aus der Natur

Die einzigartige Fillpower (Bauschkraft) von Qualitätsdaune sorgt für ein minimales Packmaß. Gemessen wird in cubic inch (CUIN) – je höher der Wert, desto besser die Wärme-Gewichtsrelation, also das Verhältnis von Volumen zum Isolationsvermögen. Vor allem wenn auf Rucksackreisen und Trekkingtouren das Equipment ausschließlich auf dem Rücken getragen wird oder wenn auf Expeditionen die Temperaturen unter den Gefrierpunkt fallen, ist jeder Outdoor Fan mit einem Daunenschlafsack am besten beraten.

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