Filters

Hersteller

Größe

Farbe

Gemütliche Jacken aus Wolle und Loden für Herren

Unter all den vielen Materialien der Outdoor Bekleidung sind Woll & Lodenjacken für Herren wirklich einzigartig. Sie besitzt eine Kombination aus funktionellen Eigenschaften, die in dieser Form bis heute nicht künstlich nachgebaut werden konnten. Dies könnte eine Erklärung dafür sein, warum sich Woll- und Lodenjacken bis heute zwischen Hightech-Hardshells, Fleecejacken und synthetischen Sportshirts behaupten konnten und immer weiter an Beliebtheit gewinnen.

Schließlich schafft es keine Kunstfaser ohne zusätzliche Mittel, langfristig die Entstehung von Gerüchen zu verhindern. Und auch die zuverlässige Regulierung der Feuchtigkeit und Körpertemperatur ist eine herausragende Eigenschaft der Wolle, die selbst dann noch funktioniert, wenn Schweiß und Regen sie durchnässen.

Trotzdem ist Wolle nicht gleich Wolle. Die natürlichen Fasern können je nach Verarbeitung glatt oder weich, dick oder dünn, luftig oder wetterfest zusammengefügt werden und damit alle Lagen des Schichtsystems abbilden. Welche Arten von Woll- und Lodenjacken es gibt, was sie leisten können und worin sich die einzelnen Wollmaterialien unterscheiden, haben wir für dich zusammengefasst.

Von Natur aus funktionell – welche Eigenschaften bringt die Wolle mit?

Unabhängig von ihrer Verarbeitung besitzt die Wollfaser ein paar natürliche Funktionen, die sie auch nach dem Walken, Stricken oder Weben nicht verliert und die nicht auf irgendwelche Zusätze angewiesen sind.

Wolle riecht nicht

Der Vorteil einer Woll- und Lodenjacke wird besonders nach einer schweißtreibenden Tour deutlich. Während Fleecejacken und andere Kunstfaserbekleidung irgendwann unangenehme Gerüche entwickelt, bleibt die Wolle neutral. Sicherlich bleibt auch in der Wolljacke der Geruch vom Lagerfeuer oder vom Parfüm hängen, jedoch geht es hier vor allem um den unschönen Nebeneffekt des Outdoor Lebens, den wir unter Schweißgeruch zusammenfassen.

Der typische Schweißgeruch entsteht, wenn eben jener Schweiß von bestimmten Bakterien auf der Haut zersetzt wird. Die Wolle wirkt dieser Geruchsbildung auf zwei Arten entgegen: Erstens nimmt sie bis zu einem Drittel ihres Gewichts an Feuchtigkeit auf und zieht damit den Schweiß weg von der Haut und weg von den Bakterien.

Zweitens befindet sich in der Wollfaser ein bestimmtes Eiweißmolekül: das Keratin. Sollten sich doch ein paar wagemutige Bakterien auf den Weg in die Wolle machen, um den Schweiß aufzuspüren, baut das Keratin einfach eben diese Bakterien ab. Dadurch brauchst dir unterwegs keine Sorgen zu machen, dass deine Begleiter am Geruch erkennen können, wie anstrengend es für dich war. Und beim abendlichen Auslüften verfliegen auch die übrigen Gerüche und die Wolljacke ist wieder einsatzbereit.

Dass eine Outdoor Jacke aus Wolle oder Loden nicht so häufig gewaschen werden muss, hat auch noch andere Gründe, die sich ebenfalls bei einem genauen Blick auf und in die Faser offenbaren.

Wolle ist wetterfest und pflegeleicht

Viele denken zu Unrecht bei Wolle an ein überempfindliches, pflegeintensives Material, das bei allem, was über die milde Handwäsche hinausgeht, sofort in die Knie geht. Tatsächlich gehören Woll- und Lodenjacken jedoch zu den pflegeleichtesten Materialien überhaupt.

Eine Jacke aus reiner Wolle muss nur selten in der Maschine gewaschen werden. Das liegt zum einen am natürlichen Wollwachs bzw. Wollfett mit dem Namen Lanolin, das die einzelnen Fasern ummantelt. Diese natürliche Imprägnierung lässt Regen und auch Schmutz bis zu einem gewissen Grad abperlen, sodass zum Beispiel Flecken meist nur oberflächlich auf dem Material entstehen und einfach abgewischt werden können.

Darüber hinaus stecken verschiedene Zelltypen in der Wollfaser, die bei Kontakt mit Feuchtigkeit unterschiedlich stark und unterschiedlich schnell anschwellen. Dadurch entsteht eine permanente Reibung, die die Wolle wie von selbst reinigt. Neben dem Auslüften ist daher das oberflächliche Abwischen mit einem feuchten Tuch ein weiterer Schritt, der deine Wolljacke auch ohne Maschinenwäsche sauber hält.

Und als wären diese Eigenschaften noch nicht genug, punktet die Wolle auch noch durch ihre temperaturregulierende Wirkung, wodurch du sie bei jedem Klima das ganze Jahr über tragen kannst, ohne zu frieren oder zu überhitzen.

Warm bei Kälte, kühl bei Hitze – wie schafft die Wolle das?

In der Wollfaser können, im Verhältnis zum gesamten Volumen gesehen, bis zu 85 % Luft stecken. Dazu kommt die feine, gekräuselte Struktur, die bei der Merinowolle besonders ausgeprägt ist. So entsteht schon unabhängig der Verarbeitung ein Luftpolster, das gleichermaßen gegen Kälte wie gegen Hitze isoliert.

Packt man diese Eigenschaften in eine noch größere Oberfläche, wie es beispielsweise Woolpower bei seinem Ullfrotté Original macht, wird dieser isolierende Effekt noch verstärkt. Dazu kommt, dass die Wolle wie oben beschrieben die Feuchtigkeit schnell von deiner Haut wegzieht. So entsteht an dieser Stelle keine Verdunstungskälte und das Material kühlt selbst dann nicht aus, wenn du schweißgebadet auf der Aussichtsplattform ankommst, wo der Wind spürbar anzieht.

Das Auskühlen des Materials wird hierbei durch einen ganz besonderen Effekt verhindert, der sich Absorptionswärme nennt. Sobald die Wolle Feuchtigkeit in sich aufnimmt, prallen die Wassermoleküle mit anderen Molekülen in der Faser zusammen. Dies geschieht so schnell und so kraftvoll, dass dabei Wärmeenergie freigesetzt wird. So kann man also sagen, dass die Wolle nicht nur deine Wärme zurückhält, sie produziert sogar aktiv welche, sobald sie feucht wird.

Diese gemeinsamen Eigenschaften aller Wollmaterialien lassen sich schließlich durch bestimmte Bearbeitungsschritte noch verstärken. Dabei werden im Grunde die gleichen Methoden eingesetzt, wie sie schon seit Jahrhunderten in der traditionellen Wollbekleidung durchgeführt werden – nur eben mit unserer fortgeschrittenen Technologie.

Wie wird Wolle verarbeitet?

Es ist erstaunlich, was die Wolle so alles klaglos mit sich machen lässt, bevor sie zum fertigen Kleidungsstück verarbeitet wird. Einer der ältesten Verarbeitungsprozesse, der sich schon seit Jahrhunderten bewährt hat, ist das Walken. Durch Druck, Reibung, Hitze und Feuchtigkeit wird das Wollmaterial dabei verfilzt und verdichtet.

Was anfangs noch buchstäblich mit Händen und Füßen in mühevoller, körperlicher Arbeit geschah, erledigen heute natürlich Maschinen, sodass heutige Loden- und Wolljacken durch die gleichmäßige Verarbeitung ein Maximum an Wärme und Wetterschutz herausholen können.

Dabei kann entweder gestrickte oder gewebte Wolle gewalkt werden, die so am Ende zu Walkstoff oder Loden wird. Walkstoff ist dabei etwas weicher, weniger dicht und behält sich je nach Stärke noch ein wenig seiner ursprünglichen Elastizität. Loden hingegen ist fester, dichter und damit als robuste Außenschicht wie geschaffen.

Darüber hinaus lässt sich die Wolle natürlich auch ohne Walkprozess zu anschmiegsamer, warmer Outdoor Bekleidung verarbeiten, indem sie einfach gewebt oder gestrickt wird. Woolpower bearbeitet dabei die Wolle in einem besonderen Rundstrickverfahren, das einerseits störende Längsnähte überflüssig macht und andererseits viele kleine Frotteeschlaufen entstehen lässt, die die Wärmeleistung noch einmal verbessern.

Zum Schluss kannst du also aus den unterschiedlichsten Woll- und Lodenjacken für Herren auswählen und dir vom Baselayer bis zur schützenden Außenschicht ein komplettes Zwiebelsystem zusammenstellen.

Welche Woll- oder Lodenjacke ist die Richtige für mich?

Weiche, warme Wolljacken und Westen als Baselayer und Midlayer findest du zum Beispiel bei Woolpower. Die voluminösen Ullfrotté Original Materialien liegen weich auf der Haut, sind elastisch, haben wenig Nähte und speichern die Wärme hervorragend.

Der klassische Midlayer aus Schurwolle und gewalkter Wolle ist unter anderem von Mufflon oder Ivanhoe of Sweden erhältlich. Die robusten Wolljacken sind in verschiedenen Stärken sowie mit weicher Merinowolle oder strapazierfähiger Schurwolle erhältlich.

Als äußere Schicht sind die Lodenjacken von Roughstuff und Sasta perfekt geeignet, da diese ein besonders dichtes und schützendes Material besitzen. Die glattere Oberfläche scheut dabei auch nicht vor deinen Rucksackträgern zurück und auch die funktionellen Details wie Taschen, Reißverschlüsse und die Kapuze wurden für den Einsatz als Außenjacke optimiert.

So ist bei der funktionellen Outdoor Bekleidung aus der Natur für jeden das Passende dabei! Du kannst dich nicht entscheiden? Wir helfen dir entweder vor Ort im Laden, am Telefon oder per E-Mail gerne dabei, die passende Herren Woll- und Lodenjacke für dich zu finden!

Woll & Lodenjacken Herren

Outdoor Bekleidung aus Wolle leistet uns schon seit Urzeiten zuverlässige Dienste. Die funktionellen Woll & Lodenjacken für Herren sind durch ihre unnachahmlichen funktionellen Eigenschaften bis heute bei jedem Outdoor Einsatz zu finden und haben ihren Platz trotz aller technischen Innovationen bei den Kunstfasern behaupten können. Schließlich bieten Outdoor Jacken aus Wolle und Loden ein Gesamtpaket aus geruchshemmenden, temperaturregulierenden und wärmenden Eigenschaften und das mit einem besonderen Tragekomfort, den keine synthetische Faser bisher erreichen konnte.

Weiche Wolle mit robustem Kern

Unsere Hersteller wie Roughstuff oder Mufflon fertigen genau diese robusten Jacken aus Walkstoff und Loden, wobei die Produktion sogar ganz oder zumindest zum größten Teil in Deutschland stattfindet. Das dichte Material eignet sich auch als Außenlage und bietet dir so eine natürliche Alternative zur klassischen Softshelljacke. Ivanhoe of Sweden und Woolpower lassen es etwas weicher angehen und bieten dir bequeme, warme Midlayer aus Schurwolle oder Merinowolle, die kratzfrei auf der Haut liegen. So kannst du dir von der Unterwäsche bis zur Außenjacke sogar ein komplettes Schichtsystem aus Wolle zusammenstellen.

26 Artikel gefunden

1 - 24 von 26 Artikel(n)