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Der Rebel Naja-Raz ist der neue Star am Grönlandrollen-Himmel! In Kooperation mit Stefan Rasmussen hat Johan Wirsen den Ur-Naja aufgebohrt und mit der größeren Ocean-Luke von Ilaga/TOC ausgestattet. Da zusätzlich das hintere Ende des Cockpits etwas abgesenkt wurde, verbessert sich nicht nur die Layback-Position signifikant, auch passen jetzt deutlich größere Paddler*innen (bis ca. 180 cm und 80 kg) in den Naja-Raz.
Mit diesem neuen Grönlandkajak kann man seine Rollen-Skills auf ein zuvor unerreichbares Niveau heben!
Aktuell haben wir eine ganze Reihe von Naja-Raz in Bestellung, die im Laufe von Juli/August ausgeliefert werden!
The Evolution of Naja! Zugegeben, der Ur-Naja, vor fast zehn Jahren von Johan Wirsen in Zusammenarbeit mit Turner Wilson entstanden, wirkte immer ein wenig, als sei seine Entwicklung an einer Weggabelung stehengeblieben: für ein universell einsetzbares Grönland-Kajak für kleine Paddler*innen war er zu puristisch ausgestattet (auch wenn wir über die Jahre etwas nachjustiert haben), andererseits taugte er aber nur sehr eingeschränkt als performantes Rollenkajak, da die Einstiegsluke sehr klein und das Vordeck zu flach sind.
Initiiert von Stefan Rasmussen (Gearlab-Athlet und mehrfacher schwedische Rollen-Vizemeister) hat sich Johan Wirsen den Naja nochmal vorgenommen. In intensiver Zusammenarbeit, zu der später noch Tibor Berki dazustieß, entstand zunächst ein modifizierter Prototyp. Dieser wurde nicht nur auf den schwedischen Rollenmeisterschaften im September 2025 mit Erfolg eingesetzt, sondern auch von Cracks der Szene wie z.B. Jon-David Jensen getestet und für exzellent befunden. Die Änderungen im Detail: das Cockpit wurde vergrößert und entspricht in den Maßen den Ocean-Luken von Ilaga und TOC. Das hintere Ende des Süllrands wurde etwas abgesenkt, ebenso der anschließende Teil des Hinterdecks.
Der solchermaßen "aufgebohrte" Naja-Raz passt jetzt Paddler*innen bis etwa 80 kg und 180 cm und mutiert zu einem wahren Rollen-Derwisch! Zwar hat sich die Tragfähigkeit des Naja-Raz gegenüber der Urform nicht erhöht, jedoch war das Cockpit für Paddler*innen dieser Statur schlicht zu klein und beengt. Trotzdem betrachten wir den Rebel Naja-Raz nicht ausschließlich als reine Rollenmaschine. Genausogut taugt er auch als Kajak für den Paddelnachwuchs. Aus diesem Grund montieren wir weiterhin die Zölzer Aluminiumschiene unter Deck zur Aufnahme eines Fußstemmbocks (optional). Auch zählt der Skeg weiterhin zur Ausstattung.
Cockpit-Outfitting
Die Ausstattung des Cockpits ist eine höchst individuelle Angelegenheit und erfordert entsprechende Eigenarbeit. Wir wollen den Naja-Raz aber bewusst nicht "nackig" ausliefern und haben eine Grundausstattung erarbeitet. Vor die hintere Schottwand wird eine passend zugeschnittene Schaumplatte aus PE geklemmt, Stärke 40 oder 50 mm. Auf diese kann dann optional ein individualisierter Keil geklebt werden, welcher bis auf Höhe des Süllrandes reicht. Für den Sitzbereich gibt es eine passend zurechtgeschnittenes Sitzmatte aus 10 mm Evazote Schaumstoff. Diese wird von Seitenteilen aus PE gehalten, die beidseitig unter den Süllrand geklemmt werden. Je nach benötigter Sitzbreite sind die Seitenteile 30 oder 40 mm stark.
Der Massik muss individuell angepasst werden, abhängig von dem Schenkelumfang und davon, wie weit man in das Cockpit hineinrutscht. Die vordere Schottwand ist nach vorne geneigt und so der Fußstellung angepasst. Natürlich sind die Nähte der Schottwand verstärkt (unabhängig von der Materialvariante), um die entsprechenden Kräfte aufzunehmen. Der Abstand zwischen der vorderen Lukenöffnung und dem oberen Ende der Schottwand beträgt ca. 16 cm im Standard. Bei einer Körpergröße von ca. 180 cm bei vorderster Sitzposition berühren die Füße das Cockpitende. Bei kürzeren Beinlängen können entsprechend dicke Schaumplatten vor die Schottwand geklemmt werden. Dazu liefern wir entsprechendes Plattenmaterial plus Schablone mit. Vordere Schottwandposition auf Maß ist grundsätzlich möglich, allerdings nur bei Neubestellungen.
Sandwich PLUS HD (Heavy-Duty)
In dieser Materialvariante steckt die geballte Erfahrung aus über zehn Jahren Zusammenarbeit mit Rebel Kayaks. Keimzelle war die Idee eines Carbon-verstärkten Cockpits. Mit der Entscheidung, diese Verbesserung zum neuen Standard für unsere Rebel Kayaks zu machen (Sandwich PLUS II), waren wir vor die Frage gestellt, ob wir es dabei belassen, oder ob wir die mittlerweile gereifte Idee für eine neue Topvariante beim Material weiterverfolgen. Wir haben uns für letzteres entschieden und mit Sandwich PLUS HD ein ganzes Paket an Extras geschnürt. Die Verbesserungen sind zielgenau und intelligent, stellen einen Mehrwert dar, der nur mit minimalem Mehrgewicht und einem geringen, scharf kalkuliertem Aufpreis bezahlt wird. Das Ergebnis: die besten Rebel Kayaks, die es je gab!
Carbon-verstärktes Cockpit: Genau wie bei Sandwich PLUS II kommt hier die innenliegende Carbon-Verstärkung von Schottwand zu Schottwand in Unterschiff und Deck zum Einsatz. Dadurch entsteht ein in sich geschlossener, verstärkter Cockpit-"Käfig", ähnlich dem eines Rallye-Fahrzeugs. Kritische Materialübergänge werden so vermieden, die exponierten Kanten beidseitig sind verstärkt, und die mittschiffs auftretenden, maximalen Hebelkräfte werden besser kompensiert.
Einlaminierter Kielstreifen: Bei der Herstellung des Rumpfes wird ein 5 cm breiter Kevlar-Streifen als äußerste Lage einlaminiert, liegt also direkt unter dem Gelcoat. Tatsächlich ist diese Methode weniger aufwendig umzusetzen, als den Kielstreifen nachträglich in einem zusätzlichen Arbeitsschritt von außen aufzulaminieren. Optisch ist dieser Kielstreifen bei farbigem Gelcoat nicht zu erkennen, da er bündig abschließt. Zu Testzwecken haben wir einen Prototypen mit transparentem Gelcoat angefertigt, welcher die Lage des Kielstreifens zeigt.
Innere Gewebelage Carbon: Zugegeben, hier ging es in erster Linie darum, eine optische Unterscheidbarkeit zu den anderen Sandwich PLUS-Varianten herzustellen. Die Steifigkeit des Rumpfes wird durch die Verwendung von Carbon etwas größer sein, der Gewichtsunterschied dürfte jedoch eher im Rahmen der normalen Toleranz liegen, also kaum messbar sein. De facto wird HD damit zu einem Zwitter zwischen PLUS und PRO. Das sichtbare Carbon im Kajakinneren wertet die HD-Variante optisch auf.
Verstärkte Schottwände: Die Materialstärke der Schottwände aus Carbon ist gleich geblieben, allerdings sind die Nähte von einer Seite mit einem 5 cm breiten auflaminiertem Carbon-Streifen verstärkt.
Unser Fazit: Mit dem Rebel Naja-Raz bekommt die Straight-Jacket-Roll eine realistische Perspektive!
Der Rebel Naja-Raz kann in Frankfurt/Main und Malente/Schleswig-Holstein, oder nach Absprache auch an anderen Orten kostenlos probegepaddelt werden. Festrumpfkajaks können nicht online bestellt werden, der Verkauf erfolgt ausschließlich nach Besichtigung bzw. Test vor Ort!
Hersteller Informationen
Rebel Kayaks - Aquarius
spółka cywilna - Michał Obelnicki, Bolesław Obelnicki
ul. Armii Krajowej 1
83-330 Żukowo
Polen
sales@aquariusport.com