Alles für dein perfektes Lagerfeuer

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Das perfekte Lagerfeuer

Lagerfeuer mit Nachthimmel im HintergrundAuch wenn die meisten von uns schon seit einiger Zeit nicht mehr in Höhlen wohnen und auf wärmende Feuerstellen angewiesen sind, haben die lodernden Flammen eines Lagerfeuers nichts von ihrer hypnotischen Wirkung auf uns eingebüßt. Nicht umsonst sind Feuerschalen, Feuertonnen und Kaminöfen beliebter als jemals zuvor, vom allgegenwärtigen Grill ganz zu schweigen.

Gemütlich zusammen zu sitzen und über dem offenen Feuer das Stockbrot zu garen, ist heute immer noch für viele der Inbegriff eines gelungenen Sommerabends und auch bei Solo-Trekkingtouren oder beim Bushcraft Ausflug freuen sich Outdoorer, wenn sie den Abend gedankenverloren beim Starren in die Glut ausklingen lassen können.

Dabei weiß jeder, der schon einmal einen Kamin, den Grill oder das Lagerfeuer anzünden wollte, dass es ein wenig mehr erfordert, als einfach Holz hinzulegen und das Feuerzeug dran zu halten. Neben der Wahl des richtigen Standorts, des richtiges Holzes und Zunders spielt auch der Aufbau des Feuers eine Rolle – vor allem wenn die Flammen und die Glut auch noch effizient zum Kochen und Grillen genutzt werden sollen. Wir wollen buchstäblich ein wenig Licht ins Dunkel bringen und einmal zusammenfassen, worauf es ankommt, um schnell und sicher Feuer zu machen.

Um die Vorfreude auf dein Lagerfeuer vorab schon etwas zu schüren, findest du hier ein klassisches Rezept für Stockbrot und eine selbst erprobte, extrem leckere Variante als Laugengebäck:

Stockbrot Rezept

Der richtige Standort für das Lagerfeuer

Paragraphen Symbol in FeueroptikBevor du dein leckeres Laugen Stockbrot genießen kannst, muss aber erst einmal das Feuer in Gang kommen. Auch wenn es eigentlich überflüssig sein wollte, hier vorab trotzdem der Hinweis: Unter keinen Umständen solltest du ein Lagerfeuer oder einen Kohlegrill aufbauen, wenn du dich in einem Innenraum befindest. Auch gibt es in Naturschutzgebieten, in Wäldern, auf privatem Gelände und in öffentlichem Gelände gesetzliche Vorgaben, unter welchen Umständen und an welchem Ort ein Feuer erlaubt ist.

Die Bundesländer regeln diese Vorgaben unterschiedlich in ihren Landschaftsgesetzen oder Landesforstgesetzen. In NRW ist es zum Beispiel abseits von offiziell genehmigten Anlagen verboten, im Wald ein Feuer oder einen Grill anzuzünden, sofern man nicht selbst Besitzer des Waldes ist oder anderweitige Genehmigungen besitzt.

Einfach im nächstgelegenen Wald ein Feuer entfachen, kann also auch in rechtlicher Hinsicht unschöne Konsequenzen nach sich ziehen. Darüber hinaus gibt es auch im Hinblick auf die Sicherheit ein paar Dinge zu bedenken, damit weder du noch die Umgebung in Flammen aufgeht. Der nächste Waldrand sollte mindestens 100 Meter entfernt liegen und brennbares Material wie trockenes Gras, herumliegendes Holz, Blätter oder andere Biomasse sollten mindestens drei Meter um dein Feuer herum nicht zu finden sein, auch nach oben hin gesehen. Bei stärkerem Wind musst du den weiteren Funkenflug mit einberechnen und solltest je nach Lage ganz auf ein Feuer verzichten, um kein Risiko einzugehen.

Untergrund und schützendes Zubehör

Solo Stove Ranger Feuerschale im EinsatzWenn dein Lagerfeuer in freier Natur stattfindet, ist fester Erdboden oder Stein der geeignete Untergrund. Dass je nach natürlicher Umgebung selbst unter der Erde gefährliche Flächenbrände entstehen können, hat sich bei der Katastrophe in Meppen gezeigt, als die Bundeswehr 2018 einen Moorbrand auslöste, der lange Zeit nicht in den Griff zu bekommen war. Und auch wenn du eher nicht vorhast, mit Raketen in Moorgebiete zu ziehen, kann auch ein klassisches Lagerfeuer schnell zur Gefahr für dich und die Natur werden, die du niemals unterschätzen solltest.

Sofern möglich, solltest du bereits vorhandene Feuerstellen oder auch mitgebrachte Feuerschalen verwenden, damit der Einfluss auf die Umgebung so gering wie möglich ausfällt. Neben zahlreichen praktischen Feuerschalen wie die flach verpackbaren Modelle von Picogrill, Belmont, UCO oder Bushcraft Essentials gibt es auch leistungsstarke Holzvergaser wie die Modelle Bonfire und Ranger von Solo Stove, bei denen selbst der entwickelte Rauch und die Holzgase noch in einer zweiten Verbrennung so weit wie möglich reduziert werden.

Solche Feuerschalen und Feuerbehälter erleichtern mit ihren Seitenwänden außerdem das Entfachen und Unterhalten des Feuers, da die Flammen vor Wind geschützt werden und gleichzeitig genügend Frischluft hineingelangt. In freier Natur kann ein Ring aus Steinen eine ähnliche Funktion erfüllen und gleichzeitig dafür sorgen, dass die Hitze und die Glut nicht auf die Umgebung übergreifen. Und zu guter Letzt ist es natürlich unerlässlich, das Feuer komplett zu löschen, bevor ihr die Feuerstelle verlasst und niemals ein glühendes Feuer unbeaufsichtigt zu lassen.

Das Lagerfeuer richtig aufbauen und aufschichten

Damit die manchmal mühsam entfachte Flamme auf dem Zunder nicht ungenutzt verpufft, ist es wichtig, das Lagerfeuer sinnvoll aufzuschichten. Es gibt eine große Bandbreite an verschiedenen Formen und Aufbauten des Lagerfeuers, aber in diesem Fall geht es nicht um Grubenfeuer, Signalfeuer, Kochfeuer, Sternfeuer oder Gitterfeuer – wir beschränken uns auf die klassische Pyramidenform, wie sie in den meisten Fällen verwendet wird.Light My Fire Tinder Stick in Aktion vor einem Pyramiden Lagerfeuer

Der Kern besteht aus dem schnell brennbaren Zunder, der jedoch selbst keine langanhaltenden Flammen bietet. Wichtig ist es daher, dass als nächste Schicht dünne Zweige und Äste folgen, die die Flamme vom Zunder schnell aufnehmen, aber selbst etwas länger brennen als die Watte, Holzspäne oder das Gras darunter. Nach diesem Prinzip werden nach außen hin immer dickere und größere Holzscheite oder Äste gelegt, die nach der ersten Phase genügend Hitze ausgesetzt waren, um selbst langanhaltend zu brennen.

Diese Schichtung von kleinen zu größeren Brennstoffen gilt übrigens auch bei der Verwendung von Feuerschalen oder Hobos, bei denen keine klassische Pyramide gebaut wird. Wenn schließlich die äußersten Holzstücke zuverlässig brenne, fängt endgültig der gemütliche Teil des Abends an, bei dem ab und zu nur noch ein Scheit nachgelegt, in die Flammen gestarrt und vielleicht ab und zu mit einem Stock im Feuer gestochert wird, um die Scheite zu arrangieren.

Damit der Aufbau gelingt, steht also zunächst die Wahl oder die Suche des richtigen Zunders an.

Das richtige Feuerholz und Zunder sammeln

Light My Fire Tinder on a Rope wird zu Zunder verarbeitetVor allem wenn du darauf angewiesen bist, das Lagerfeuer in freier Natur zu entfachen, kannst du dir mit der Wahl des geeigneten Feuerholzes und Zunders die Sache deutlich einfacher machen. Zu nasses Holz oder Zunder, der die Funken deines Zündstahls ignoriert, ist schließlich das Letzte, womit man sich am Ende einer anstrengenden Etappe herumschlagen will.

Beim Feuerholz ist es einerseits wichtig, möglichst trockenes Holz und unterschiedlich dicke Äste zu sammeln und wann immer möglich kein frisches Holz von den Bäumen zu reißen oder zu schlagen. Abgesehen von den rechtlichen Einschränkungen und den Schäden für die Natur ist frisches Holz mit so viel Feuchtigkeit durchsetzt, dass du damit eher ein wärmeloses Rauchfeuer entfachen wirst. Birkenrinde Nahaufnahme

Auch beim herumliegenden Totholz solltest du nicht ganze Landstriche kahl sammeln, sondern immer mit Augenmaß agieren und einige Reste in der Natur belassen, damit Insekten, Mäuse, Vögel und andere Tiere nicht auf ihre Verstecke und Brutplätze verzichten müssen.

Falls du keinen Zunder dabei hast, sind kleine Zweige, Blätter, Gräser und trockenes Moos geeignet, wobei die Natur je nach Standort noch einen besonders effizienten Zunder bereithält: die Birkenrinde. Aufgrund ihrer dünnen, papierähnlichen Struktur und dem hohen Anteil an ätherischen Ölen lässt sie sich selbst im feuchten Zustand noch recht gut als Anzünder verwenden.

Ein kleiner Vorrat an Birkenrinde im Gepäck kann daher nicht schaden oder du greifst von vorneherein auf die bei uns erhältlichen, naturbelassenen Anzündhelfer zurück.

Praktische Anzündhelfer und Zunder für Outdoorer

UCO Sweetfire Feuerstarter im EinsatzBeim Feuer im heimischen Kamin oder in der Feuerschale auf der Terrasse ist meist ein Feuerzeug und im Notfall auch ein Anzündhelfer wie alte Pappe oder Papier zur Hand. Unterwegs möchte sich nicht jeder auf Streichhölzer oder Feuerzeuge verlassen, da es deutlich unempfindlichere Alternativen gibt, die bei jeder Wetterlage zuverlässig funktionieren.

Und selbst bei klassischen Feuerzeugen und Streichhölzern gibt es outdoortaugliche Modelle, die deutlich robuster und weniger wetteranfällig sind. Zusammen mit einem zuverlässigen Zunder, der in den meisten Fällen wenig Platz und Gewicht im Gepäck in Anspruch nimmt, kannst du dir ein Feuerstarter Set zusammenstellen, dass dir unabhängig von den Ressourcen der Umgebung ermöglicht, schnell ein wärmendes Lagerfeuer zu entfachen.

Der zündende Funke

Light My Fire Zündstahl Army im EinsatzUm den Zunder bzw. das Feuer erst einmal in Gang zu bringen, bietet der Outdoormarkt eine Vielzahl an Helfern. Manche davon sind in ihrem Grundprinzip seit der Steinzeit unverändert und wurden als so genanntes Schlagfeuerzeug schon an der Fundstelle des Ötzi entdeckt. Neben einem geeigneten Zunder wie Char Cloth, Watte oder ein Zunderschwamm wird hierfür ein Feuerstein und ein Feuerstahl zum Schlagen benötigt.

Ein bisschen Feingefühl ist dabei erforderlich, da die eine Hand den Zunder auf dem Feuerstein festhalten muss, während die andere die Funken schlägt und das möglichst, ohne dabei die eigenen Hände zu verletzen. Wer einen Feuerstein und Pyrit zur Hand hat, der kann lange glimmende Funken erzeugen und kann den Zunder auch vor sich legen, statt ihn auf dem Feuerstein festzuhalten.

Wilma Feuerstarter mit naturbelassenem ZubehörSolche "oldschool" Schlagfeuerzeuge gibt es zum Beispiel in den Elddon Sets von Wilma, wo neben einem Schlagstahl und Feuerstein auch natürliche Zundersorten wie harzreiches Holz oder Zunderschwamm enthalten sind. Etwas moderner ist da der Zündstahl, der aus einer speziellen Legierung – Auermetall III genannt – besteht und der durch mechanische Reibung mit einem Schaber oder dem Messerrücken zahlreiche Funken bildet.

Manche dieser Zündstähle bringen außerdem Magnesium mit, das sich vorher in kleinen Mengen abreiben lässt und das bei Kontakt mit den Funken entzündet wird. Bei der Verwendung von Zündstahl ist ebenso wie beim Schlagfeuerzeug geeigneter Zunder und die richtige Technik entscheidend. Zumindest erfordert es im Vergleich zur direkten Zündflamme eines Streichholzes noch ein wenig mehr Übung, um aus den Funken eine Flamme zu entwickeln. Dafür sind diese Methoden besonders zuverlässig.

Direkt entflammt

Etwas einfacher, aber auch weniger stimmungsvoll, ist die Verwendung von outdoortauglichen Feuerzeugen oder Streichhölzern. Die Feuerzeuge wie die Soto Pocket Torch oder der Primus Powerlighter besitzen dabei im Unterschied zu den meisten klassischen Feuerzeugen eine besonders heiße, windunempfindliche Flamme und lassen sich bei Bedarf nachfüllen.UCO Titan Match Kit

Bei den Streichhölzern wird auf sturmtaugliche, stabile Modelle zurückgegriffen, wie sie zum Beispiel die Firma UCO mit ihren Stormproof Matches anbietet. Solche Streichhölzer funktionieren teilweise sogar im feuchten Zustand und können in dazu passenden, wasserdichten Boxen transportiert werden.

Eine besondere Form sind die Sweetfire Feuerstarter von UCO, die aus recyceltem Verschnitt der Zuckerrohrproduktion bestehen und die gleichzeitig wie ein Streichholz funktionieren, aber auch einen Vorrat an langfristig brennenden Material mitbringen, sodass sie wie Grillanzünder unter das geschichtete Lagerfeuer gelegt werden können.

Wer sich nicht mit Feuerschlagen, Feuerbohren oder dem Zündstahl abmühen möchte, der hat mit solchen Helfern immer einen zuverlässigen Feuerstarter im Gepäck.

Feuer starten ohne Anzünder

Und schließlich gibt es noch die besonderen Methoden, die ganz auf Anzündhelfer verzichten und die für viele Outdoorer der Inbegriff an Survival Skills sind. Dazu gehören klassische Methoden wie das Feuerbohren ebenso wie die MacGyver-Variante mit Batterie und Alufolie oder sogar mit einem Tampon und Holzkohle.

Lagerfeuer mit Axt danebenDas Feuerbohren benötigt im Grunde nur ein Messer, eine Schnur und ein paar Stücke sehr trockenes Holz und Zunder in der Umgebung. Worauf an Ausrüstung verzichtet werden kann, muss allerdings durch eigene Arbeit wieder wettgemacht werden. Eine stabile Unterlage aus Holz, ein Halteklotz, ein Bogen und das Stöckchen zum Drehen müssen in Form gebracht werden.

Wenn das Loch in der Holzunterlage erste Formen angenommen hat, muss seitlich eine kleine Öffnung geschnitzt werden, damit ausreichend Sauerstoff an die Öffnung gelangt und damit kleine Mengen glühende Asche seitlich abfallen können. Mit ein wenig Ausdauer entsteht so ein kleiner, glimmender Haufen, der zusammen mit passendem Zunder zur Flamme anwachsen kann.

Eine weitere Alternative ist – schönes Wetter vorausgesetzt – ein einfaches Brennglas, mit dem das Sonnenlicht auf einen Punkt fokussiert wird, sodass hier große Hitze entstehen kann. Darüber hinaus kann auch eine Batterie und ein Stück Alufolie als improvisiertes Feuerzeug herhalten, wobei hier ein wenig mehr Vorsicht geboten ist. Die Folie wird zu einem Streifen geformt und so zurechtgeschnitten, dass in der Mitte eine engere Stelle entsteht. Hier kann schon vorab eine kleine Menge Watte umgewickelt werden.

Wenn die Enden des Streifens auf den Plus- und Minuspol der Batterie gedrückt werden, entzündet sich die Folie an der Verengung in der Mitte bzw. entwickelt starke Hitze und beginnt zu glühen. Hier ist schließlich Vorsicht und ein wenig Schnelligkeit geboten, da die Flamme bzw. die Hitze sich recht nah an den Fingern befindet.

Und zu guter Letzt kann selbst ein Tampon (oder einfach ein Streifen Watte) zusammen mit Holzkohle und Asche zum selbstgebauten Feuerstarter werden. Dafür muss der Tampon aufgedröselt oder die Watte als breiterer Streifen ausgelegt und mit Holzkohle oder Asche gefüllt werden. Anschließend wird das Gebilde eingerollt und kräftig zwischen zwei Holzbrettern hin und her gerollt, bis sich ausreichend Hitze entwickelt hat und Qualm entsteht. Mit Pusten wird die Glut weiter entfacht bis sich schließlich zusammen mit dem bereitgelegten Zunder die ersten Flammen entwickeln.

All diese Funken und Flammen nützen aber wenig, wenn sie nicht auf den passenden Zunder treffen. Abgesehen von der oben erwähnten Birkenrinde oder anderen Zunderarten in der Umgebung schadet es nicht, einen kleinen Vorrat im Gepäck mitzuführen, damit du unabhängig vom Wetter und der Ausstattung am Zeltplatz dein Feuer entfachen kannst.

Zuverlässige Zundersorten

Späne werden vom Light My Fire Tinder Stick mit einem Messer abgetrenntDer Zunder hat die Aufgabe, die Funken oder die Startflamme so zu vermehren und an das nächstgrößere Brennmaterial weiterzugeben, dass genügend Hitze entsteht, um auch dicke Äste oder Holzscheite zum Brennen zu bringen. Oben haben wir schon beschrieben, wie daher ein Lagerfeuer grundsätzlich aufgebaut sein sollte.

Als Zunder kann zunächst einmal alles an Zweigen, Blättern, Moos oder Gräsern aus der Umgebung herangezogen werden, was ausreichend trocken und kleinteilig ist. Als Sicherheitsreserve oder in Regionen, wo brennbares Material eher spärlich gesät ist, bieten sich verschiedene Zundersorten an, die unauffällig im Gepäck mitreisen können.Wilma Char Cloth in Aufbewahrungsdose

Ein extrem leichter und effizienter Zunder ist das so genannte Char Cloth, was in Form von verkohlten Textilstücken oder Schnüren aus Baumwolle erhältlich ist. Dieser Zunder lässt sich sogar recht einfach selbst Herstellern, wobei wichtig ist, dass das Baumwollmaterial nicht verbrennt, sondern verkohlt. Das Ergebnis ist ein ultraleichter Zunder, der bei Kontakt mit Hitze lange Zeit glüht und damit ideal ist, um weiteres Anzündmaterial zum Brennen zu bringen.Instafire auf Holzscheiten im Einsatz

Eine weitere Möglichkeit ist das Granulat von Instafire, das ebenfalls eine lange Brenndauer besitzt, zum größten Teil aus natürlichen Materialien besteht und das ohne schädliche Rückstände langsam herunterbrennt.

Eine rein natürliche Zunderversion, die keine vorherige Verarbeitung erfordert, sind zum Beispiel die so genannten Tinder Sticks von Light My Fire, die aus einer sehr harzhaltigen Holzsorte bestehen. Feine Späne hiervon eignen sich perfekt als Anzünder und das Stöckchen selbst lässt sich einfach transportieren. Ähnliche Zunderstücke wie Späne aus Holz, aber auch andere naturbelassene Anzünder wie Gras oder der Amadou-Zunderschwamm (auch Zunderpilz genannt) sind zum Beispiel in den Elddon Feuerstartersets von Wilma enthalten.

Ausrüstung zum Kochen, Grillen und Backen

Grillspieße von Solo Stove mit Marshmellows im EinsatzDamit das Lagerfeuer nicht nur schön wärmt, sondern auch zur stimmungsvollen Essenszubereitung genutzt werden kann, gibt es die unterschiedlichsten Arten von Zubehör. Ein einfaches Grillrost wie die Modelle von Belmont, Snow Peak oder Picogrill lässt sich ideal einsetzen, wenn in der Umgebung große Steine als Lagerfeuerbegrenzung eingebaut werden können, die gleich auch als Halterung dienen.

Mit Grillspießen wie sie zum Beispiel Solo Stove oder Stabilotherm anbieten, lassen sich Würstchen, Gemüse oder auch Stockbrot auch ohne aufwändige Halterungen über dem Feuer zubereiten. Mit Grillspieß-Aufsätzen wie der Grandpa's Fire Fork von Light My Fire kann sogar jeder Ast in der Umgebung als Spieß zweckentfremdet werden, ohne dass die Lebensmittel direkt mit dem Holz in Kontakt kommen.Petromax Dreibeinring mit Ästen aufgebaut

Ein weiteres Beispiel für solches Zubehör, das die Äste der Umgebung nutzt, ist der Dreibein Ring von Petromax. Diese auf den ersten Blick schlichte Metallscheibe mit drei Aussparungen erlaubt es dir, mit drei Ästen in der passenden Dicke selbst in kurzer Zeit ein stabiles Dreibein aufzubauen. 

Natürlich gibt es aber auch hier bereits fertig montierte Modelle wie zum Beispiel von Petromax oder Solo Stove, die direkt für den Schwenkgrill oder den Kochkessel eingesetzt werden können. Ketten zur Aufhängung deines Kochkessels bietet zum Beispiel Keith Titanium in ultraleichter Version an.

Und zu guter Letzt kannst du mit einem einfachen Pfannenknecht deine Jägerpfanne von Edvardson oder Stabilotherm direkt über dem Feuer platzieren.

Fazit: Was gilt es beim Lagerfeuer zu beachten?

Kochtopf an der Keith Titanium Titankette über dem Feuer aufgehängtZusammengefasst solltest du also bei der Wahl des Standorts auf die rechtlichen Vorgaben und natürlich die Sicherheit für dich und die umgebende Natur achten. Mit passendem Zunder, einem Anzündhelfer oder den nötigen Survivalskills kannst du schnell und einfach dafür sorgen, dass das sorgsam aufgeschichtete Lagerfeuer mit kleinerem Brennmaterial innen und dickeren Holzscheiten oder Ästen außen schnell als Wärmespender und Kochstelle genutzt werden kann.

Achte darauf, nicht zu viel Brennmaterial aus der Natur zu entnehmen und lasse ein Feuer nie unbeaufsichtigt. Gehe sicher, dass das Feuer und die Glut vollständig gelöscht und abgekühlt ist, bevor du die Feuerstelle endgültig verlässt.

So kannst du das Lagerfeuer entspannt genießen, leckeres Essen zubereiten, den Tag ausklingen lassen oder einfach wie schon unsere Vorfahren stundenlang in die Flammen starren.

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